Ratgeber
Dachsanierung: Ablauf, Reihenfolge, Zeitrahmen
Eine Dachsanierung ist kein einzelner Arbeitsschritt, sondern eine Kette – und jede Stufe hängt von der vorherigen ab.
1. Besichtigung und Entscheidung
Am Anfang steht der Blick auf die Konstruktion: Eindeckung, Unterspannbahn, Lattung, Sparren, Anschlüsse. Erst danach lässt sich sagen, ob reparieren reicht oder ob die Fläche neu aufgebaut werden muss.
Wenn ohnehin gedämmt oder das Dachgeschoss ausgebaut werden soll, gehört diese Entscheidung an den Anfang – nicht in die Mitte der Baustelle.
2. Gerüst und Baustelleneinrichtung
Gerüst, Bauschuttcontainer und – je nach Straße – eine Halteverbotszone. In dicht bebauten Berliner Quartieren ist das oft der Punkt, der den Starttermin bestimmt.
3. Abriss und Prüfung der Unterkonstruktion
Die alte Deckung wird abgenommen, Lattung und Bahn entfernt. Jetzt zeigt sich der wahre Zustand der Sparren. Feuchte, Fäulnis oder Schädlingsbefall werden hier sichtbar – und manchmal ändert sich an dieser Stelle der Umfang.
4. Neuer Aufbau
Unterspannbahn, Konterlattung, Lattung – bei Aufsparrendämmung kommt die Dämmebene darüber. Dann wird gedeckt, meist von der Traufe zum First.
5. Anschlüsse, Bleche, Entwässerung
First, Grat, Kehle, Ortgang, Schornstein- und Wandanschlüsse, Rinnen und Fallrohre. Diese Arbeiten entscheiden über die Dichtheit – nicht die Fläche in der Mitte.
6. Abnahme und Dokumentation
Gemeinsamer Rundgang, Aufmaß, Übergabe. Halten Sie fest, welche Materialien verbaut wurden – bei späteren Reparaturen spart das Zeit.
Wie lange dauert das?
Der Zeitrahmen hängt von Fläche, Dachform, Zustand der Unterkonstruktion und vom Wetter ab. Seriös lässt sich das erst nach der Besichtigung sagen – deshalb nennen wir hier bewusst keine pauschale Dauer.
Sprechen wir über Ihr Dach
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns – wir klären am Telefon, was zu tun ist, und vereinbaren bei Bedarf einen Termin vor Ort.